Wohin mit Büchern, die man nicht mehr braucht?
08.11.2021

Wohin mit Büchern, die man nicht mehr braucht?

Für alle Leseratten und Buchliebhaber ist das ein ziemlich heikles Thema. Die Tatsache ist aber, dass wir nicht alle Bücher, die zu unserer Büchersammlung gehören, auch wirklich behalten wollen. Oft fristen auf unseren Bücherregalen Geschenkeflops, unüberlegte Fehlkäufe sowie Bücher, die uns trotz sehr guter Rezensionen nicht ans Herz gewachsen sind, ihr Dasein. Wir haben für Sie ein paar Tipps auf Lager, was man mit alten Büchern machen kann.

1. Kleinanzeigen und Online-Marktplätze

Der Onlineverkauf von Büchern, die wir nicht mehr brauchen, ist kinderleicht. Viele von uns suchen in erster Linie gebrauchte Bücher und suchen eine Buchhandlung erst dann auf, wenn wir woanders nicht fündig werden. Verkaufen wir unsere Bücher im Internet, bemühen wir uns um gute Fotos und eine detaillierte, der Ware entsprechende Beschreibung. Von großer Bedeutung ist natürlich auch der Preis. Mit dem auf dem Umschlag gedruckten Preis dürfen wir bei gebrauchten Büchern bestimmt nicht rechnen. Den Preis für Bücher, die wir verkaufen wollen, können wir bei anderen Verkäufern prüfen. Nicht vergessen: die meisten Nutzer sortieren ihre Suchergebnisse nach dem Preiskriterium. Je niedriger der Preis, desto höher werden unsere Inserate positioniert. Stinkreich werden wir dadurch bestimmt nicht, aber ein Teil unserer Ausgaben für Bücher fließt zurück in unserer Budget.

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2. Social Media

Soziale Netzwerke sind ein wunderbarer Ort, an dem unsere Bücher neue Eigentümer finden. Die Suche nach neuen Lesern für unsere Bücher über Social Media, mit Hilfe unserer Freunde und Follower, führt in der Regel zu guten Ergebnissen. Wenn wir die Reichweite unserer Beiträge erhöhen wollen, können wir sie auf solchen Gruppen wie „Verkauf/Zu verschenken/Umtausch“, die speziell für Einwohner einer bestimmten Stadt oder eines Viertels eingerichtet worden sind, posten. Auch auf Facebook gibt es Gruppen, die bestimmten Hobbys gewidmet sind. Nehmen wir an, wir gaben unserer Aquarium auf und haben noch einige Sachbücher über die Guppyzucht. Diese können wir über verschiedene Aquaristik-Gruppen verkaufen. Es lohnt sich, gute Fotos von den Büchern zu machen und einen entsprechenden Preis anzugeben. Solche Angaben wie „Preisangabe PN“ sollten wir uns sparen, denn damit verringern sich unsere Chancen, Bücher zu verkaufen, enorm. Man sollte sich auch über Preise für Warensendungen informieren.

3. Buchspenden für Bedürftige

Bevor wir mit vollen Bücherkartons zur nächsten Mutter-Kind-Einrichtung oder einem Krankenhaus rennen, sollten wir uns informieren, was diese wirklich brauchen (und ob sie überhaupt an Buchspenden interessiert sind). Mit unseren alten Büchern wollen wir anderen schließlich Freude bereiten und nicht alten Krempel loswerden. Alte Schulbücher an Seniorenheime verschenken ist nichts anderes, als seine Wohnung auf Kosten anderer zu entrümpeln. In diesem Fall sollte man vorher fragen, entweder per E-Mail oder telefonisch, ob die besagte Einrichtung unsere Bücher gerne annimmt.

4. Wohltätigkeitsauktionen

Wohltätigkeitsauktionen sind oft mit Sachspenden verbunden. Wir können unsere Bücher also auch auf diese Weise spenden. Die über Auktionen gesammelten Geldbeträge kommen einem guten Zweck zugute und helfen Bedürftigen. Bücher, die wir spenden, sollten in einem guten Zustand sein. Sie werden bestimmt keinen hohen Preis erzielen, aber für die meisten Veranstalter solcher Spendenaktionen hat auch der kleinste Betrag große Bedeutung.

5. Bookcrossing, die kostenlose Weitergabe

Das Bookcrossing ist eine interessante Art der Leseförderung und besteht darin, Bücher an öffentlichen Stellen liegenzulassen, damit andere sie finden und lesen. Meistens handelt es sich um speziell ausgewählte Orte, z.B. Cafés, oder Bücherregale, die von verschiedenen gemeinnützigen Einrichtungen, z.B. Behörden oder Bibliotheken, zur Verfügung gestellt werden. Im öffentlichen Raum gibt es auch viele sog. „öffentliche Bücherschränke“, wo man Bücher hinstellen kann. Auf diese Weise werden Bücher „freigelassen“ und gehen von einem Leser zum anderen, anstatt auf Bücherregalen gehortet zu werden.

6. Bibliotheken

Man muss sich dessen bewusst sein, dass nicht jede Bibliothek sämtliche Bücher, die wir spenden wollen, mit großer Freude entgegennimmt. Krimis bekannter und beliebter Autoren sowie Schulbücher sind garantiert willkommen. Die meisten Bibliotheken freuen sich auch über Neuerscheinungen. Um an die begehrtesten Bücher zum Ausleihen zu kommen, muss man oft anstehen. Wenn wir einen Bestseller loswerden wollen, tragen wir auf diese Weise maßgeblich dazu bei, die Wartezeit darauf zu verkürzen.

7. Antiquariate

Hier scheiden sich die Geister – manche von uns finden diese Lösung ziemlich gut, andere wiederum sind der Meinung, dass Antiquare wertvolle Büchersammlungen meistens für einen Spottpreis bekommen wollen oder gar nicht daran interessiert sind. Es ist gut zu wissen, dass man so eine Möglichkeit hat und Bücher im Antiquariat um die Ecke bewerten lassen kann.

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8. Altpapiersammlung

Zu betrachten als letztmöglicher Ausweg. Wenn andere Möglichkeiten nichts gebracht haben, können wir alte Bücher in die Papiertonne entsorgen. Das Entsorgen von Büchern ist umstritten. Bücherwürmer und Bibliophilen knirschen jetzt bestimmt mit den Zähnen. So sehr es auch weh tut, man muss sich der Wahrheit stellen, denn Tatsache ist: manche Bücher verlieren an Aktualität. Sachbücher über Krankenpflege aus den 70-ger Jahren spiegeln heute lediglich den damaligen Wissensstand wider. Niemand möchte von einer Krankenschwester, deren Kompetenzen auf Informationen von vor einem halben Jahrhundert basieren, betreut werden. Diese Art von Büchern ist für uns nur eine mehr oder weniger interessante, aber unnütze Erscheinung.

Und was ist mit alten Kalendern, Übungsheften aus der Grundschule und dergleichen? Was tun mit einem Buch, das mit dem Maul unseres Hundes in Berührung gekommen ist und dies nicht überstanden hat oder uns aus Versehen in die volle Badewanne gefallen ist? Wenn Bücher keine Chance auf einen neuen Besitzer haben, ist die Papiertonne eine gute Lösung.

makulatura

Wir wissen, dass es manchmal schwierig ist, sich von einem Buch zu trennen, auch wenn wir es kein zweites Mal lesen wollen. Man sollte immer daran denken, dass Bücher, die uns nicht glücklich gemacht haben, anderen viel Freude bereiten können. Indem wir diese Bücher gehen lassen, geben wir ihnen ein zweites Leben. Bei der nächsten Ausmistaktion im Bücherregal sollte man darüber nachdenken, ob man mit der eigenen Büchersammlung zufrieden ist.

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lidia piasecka

Lidia Piasecka

Grafikdesignerin bei Totem.com.pl. Sie schreibt, weil sie es mag, aber nur dann, wenn sie gerade nicht am Zeichnen ist.
Großer Fan von Oldschool-Möbeln, die sie eigenhändig wieder zum Strahlen bringt. Außerdem liebt sie Katzen, Nachtschwärmer und Mumins.

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