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Glossar

DTP - Vorbereitung der Publikation zum Druck

Buchtypografie

Satzspiegel – Bereich innerhalb des Netto-Formats mit Text, Diagrammen, Bildern.

Steg – Abstand zwischen dem Blattrand und dem Objekt auf der Seite.

Bundsteg – Abstand zwischen dem Blattrand am Buchrücken und dem Objekt auf der Seite.

Außensteg – Abstand zwischen dem Buchrücken gegenüberliegenden Blattrand und dem Objekt auf der Seite.

Kopf- und Fußsteg – Abstand zwischen dem Blattrand oben bzw. unten und dem Objekt auf der Seite.

Pagina – Seitenzahl über, unter bzw. neben dem Satzspiegel.

Lebender Kolumnentitel – Zeile im oberen bzw. unteren Bereich einer Buchseite, meistens mit Seitennummerierung, Kapitelbezeichnung oder Abschnitttitel.

Ungerade Pagina – Buchseite mit ungerader Zahl, ab Anfang des Buchblocks rechnend. Beim aufgeschlagenen Buch befindet sie sich auf der rechten Seite.

Gerade Pagina – Buchseite mit gerader Zahl, ab Anfang des Buchblocks rechnend. Beim aufgeschlagenen Buch befindet sie sich auf der linken Seite.

Schmutztitel – die erste Seite eines Buches, die den Autor und den abgekürzten Titel des Werkes nennt und manchmal auch das Verlagslogo enthält.

Haupttitelseite – die erste (beim fehlenden Schmutztitel) bzw. dritte Seite eines Buchwerks, die den Titel, Autoren und Druckvermerke, z.B. Verlag und Ort usw., enthält.

Kolophon/Impressum – Angaben, die meistens auf der Rückseite der Haupttitelseite bzw. am Schluss des Druckwerks stehen, sich auf Autoren und an der Publikation beteiligte Personen beziehen und bibliografische Informationen, wie Verlagsort, enthalten.

Vermerke – zusätzlicher Text (ergänzende Angaben, Erläuterungen), der vom Autor bzw. Verleger hinzugefügt wird und meistens unten auf der Pagina des Inhaltes bzw. hinter dem Haupttext steht und mit einem Verweisungszeichen verbunden ist.

ISBN (Internationale Standardbuchnummer) – normalisierte, dreizehnstellige Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Veröffentlichungen.

ISSN (Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke) – normalisierte achtstellige Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Zeitschriften und Schriftenreihen.

Erste Umschlagseite – die sich beim aufgeschlagenen Umschlag rechts befindende Seite mit Titel, Autor usw.

Vierte Umschlagseite – die sich beim aufgeschlagenen Umschlag links befindende Seite mit Vermerken, Angaben zum Autor, Rezensionen, ISBN usw.

Zweite und dritte Umschlagseite – innenliegende linke und rechte Seite beim aufgeschlagenen Umschlag.

Buchrücken – Seitenfläche eines Druckwerks, an der der Satz bzw. Seiten verbunden werden. Befindet sich in der Mitte eines aufgeschlagenen Umschlags, zwischen der ersten und der vierten Umschlagseite.

Abgetrennter Buchrücken, einseitig abgetrennter Buchrücken – Buchrückengrafik mit sichtbarer scharfer Grenze zwischen den beiden Umschlagseiten bzw. einer Umschlagseite.

Nichtabgetrennter Buchrücken – Buchrückengrafik und Umschlagseiten geben ein Ganzes ab, sie haben keine sichtbaren Grenzen.

DTP - Vorbereitung der Publikation zum Druck

Formate von Druckdateien

PDF (Portable Document Format) – Dateiformat von an Druckereien gelieferten Dateien, durch seine vielseitige Anwendung, zahlreiche Möglichkeiten und Einstellungen und flexiblen Einsatz ein sehr gängiges Format.

Postscript – früher allgemein eingesetztes grafisches Dateiformat, das heute eher selten verwendet wird. Ist einfacher zu handhaben als PDF, bietet aber nicht so viele Möglichkeiten.

TIFF (Tagged Image File Format) – Dateiformat zur Speicherung von Bilddaten in Form von verlustfreien Bitmaps in einer separaten Datei bzw. PDF-Datei.

JPEG (Joint Photographic Expert Group) – allgemein eingesetztes Dateiformat zur Speicherung von Pixelbilder-Bitmaps in einer separaten Datei bzw. in einer PDF-Datei unter Anwendung der verlustbehafteten Kompression; entwickelt von Joint Photographic Expert Group.

ZIP – Format für verlustfrei komprimierte Daten, darunter auch Bitmaps in PDF-Format.

Bitmap – Computergrafik, bei der Bildinformationen (Bild, Diagramm, Text) aus einem regelmäßig aufgebauten, gleich großen Raster (Pixels) bestehen.

Multicolor-Bitmap – Bitmap, in dem Pixels viele Farbtöne bzw. Farben aufweisen. Wird vor allem bei Fotos verwendet, auch bei Diagrammen und mehrfarbigen Bildern.

1-Bit-Bitmap – Bitmap, bei dem Pixels nur zwei Werte aufweisen können (Farbe oder Hintergrund). Wird vor allem bei einfachen Zeichnungen, dekorativen Elementen, manchmal auch in Texten verwendet.

Auflösung eines Bitmap-Bildes – Dichte der Bildpunkte auf einer Rastergrafik. Wird in Pixels pro Zoll (ppi) angegeben, z.B.: 300ppi. ACHTUNG! In der Praxis wird oft die Abkürzung dpi (Bildpunkte pro Zoll) verwendet.

Vektorgrafik/Vektor – Computergrafik (Diagramm, dekorative Elemente, Ornamente, Text), in der gerade Linien, Kurven und komplexe geometrische Figuren mit Hilfe von Vektoren beschrieben werden (mathematische Darstellung).

DTP - Vorbereitung der Publikation zum Druck

Farbraum

Farbraum – Menge an allen Farben, die in einem bestimmten Programm oder auf einem bestimmten Gerät gespeichert/dargestellt/gedruckt werden können.

CMYK – Abkürzung für ein Farbmodell, das allgemein im Vierfarbdruck verwendet wird: C-Cyan (blaugrün), M-Magenta (rotblau), Y-Yellow (gelb) und Schwarz (K-Black).

RGB – Abkürzung für einen Farbraum, der auf einem Monitor dargestellt wird (R-Red, G-Green, B-Blue).

Grayscale – Farbraum, der zum Darstellen von Grautönen verwendet wird.

ICC-Profil – Datei mit Daten, die einer farbverändernden Datei bzw. einem Objekt zugeordnet sind, um ein bestimmtes Farbergebnis zu erzielen.

Separation – einzelne, aus einem bestimmten Farbraum getrennte Grundfarbe. ACHTUNG! Nicht mit einer zum Farbraum gehörenden einzelnen Farbe verwechseln. Z.B. ein in CMYK dargestelltes Objekt wird auf weiteren Seiten in vier verschiedene Objekte aufgeteilt: C-Objekt, M-Objekt usw.

Composite – CMYK- bzw. RGB-Ausgabe, aber ohne Separation.

Auszüge – Art der Vorbereitung von Vorlagen, die in der Aufteilung des Inhaltes in voneinander unabhängige, ineinander übergehende Gruppen besteht. Jede Gruppe nimmt die gesamte Vorlagenfläche ein. Die Gruppen werden übereinander angeordnet.

Sonderfarbe – zusätzliche Farbe in der Datei (mit Ausnahme von CMYK-Farben), die dazu dienen, Farben darzustellen, die nicht mit dem CMYK-Farbmodell erzielt werden können; wird z.B. für Lackmuster, Schnittwerkzeuge verwendet.

Registered Colour – Sonderfarbe. Logische Farbe mit dem Wert 100% für jede im Projekt verwendete Grundfarbe (für jede Grund- und Sonderfarbe); zum Drucken von Druckmarken bestimmt.

Pantone – Bezeichnung für ein im Druckwesen gängiges Farbmodell außerhalb des CMYK-Farbraumes, das von dem amerikanischen Unternehmen Pantone entwickelt worden ist.

HKS – Bezeichnung für ein Farbmodell außerhalb des CMYK-Farbraumes, das von dem deutschen Unternehmen HKS entwickelt worden ist.

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Vorbereitung von Vorlagen

Netto-Format – Bogenformat bzw. Buch nach dem Beschnitt. In der Datei als Beschneidungsrechteck markiert (Trimbox).

Brutto-Format – Bogenformat oder Ausdruck vor dem Beschnitt (mit Beschnittzugabe). In der Datei als Anschnittrahmen markiert (Bleedbox).

Beschnittrand – senkrechte Linie, entlang der das Werk beschnitten wird.

Beschnitt – ein Teil außerhalb des Netto-Formats, das beim Beschnitt entfernt wird.

Überdrucken – Erweitern und Übereinanderlegen von angrenzenden Farbelementen, um Blitzer, weiße Zwischenräume zu vermeiden, die aufgrund von Passerfehlern während des Druckvorgangs entstanden sind.

Einschlag – ein Teil des Überzugs, der auf die Innenseite des Umschlags übergeht und mit den Buchdeckeln verbunden ist.

Kontra (Objekt/Text mit Kontras) – weiße oder helle Objekte/Texte, die vor einem schwarzen Hintergrund freigestellt sind.

Vordruck – Objektvordruck, der darauf hinweist, dass der sich unter dem Objekt befindende Hintergrund ausgedruckt wird.

Vordruck von weißen Objekten – weißes Objekt mit eingestelltem Vordruck, auf einem Ausdruck nicht sichtbar.

Objektvordruck mit Sonderfarben – Objekt mit Sonderfarben mit eingestelltem Vordruck. Da Sonderfarben nicht mit CMYK-Farben gemischt werden können, ist das Druckergebnis nicht vorhersehbar.

Objektvordruck mit Registered Colours – Objekt mit Registered Colours und Transparenz, da die Registered Colours logische Farben sind (keinen eindeutigen Wert haben). Das Druckergebnis ist nicht vorhersehbar.

Transparenz – Objektparameter, der darauf hinweist, wie sehr der Hintergrund unter dem Objekt sichtbar sein wird. Nicht mit Vordruck verwechseln.

Transparentes Objekt mit Sonderfarben – Objekt mit Sonderfarben und Transparenz. Da Sonderfarben nicht mit CMYK-Farben gemischt werden können, ist das Druckergebnis nicht vorhersehbar.

Moiré-Effekt – unerwünschtes regelmäßiges Bildmuster, das durch falsch vorbereitete Vorlagen und überlagerte Raster entstanden ist.

Text – Objekt mit grafischen Zeichen (z.B. Buchstaben), das in entsprechendem Code und mit in der PDF-Datei bzw. im Betriebssystem zur Verfügung stehenden Schriftarten dargestellt wird.

Schriftart – Satz von grafischen Zeichen zum Darstellen/Drucken von Texten.

Eingebettete Schriftart – Satz von grafischen Zeichen zum Darstellen/Drucken von Texten, der der PDF-Datei beigefügt ist.

Gedrucktes Register – grafisches Element am Beschnittrand, dient zur Kennzeichnung der Lage von Kapiteln.

Gestanztes Register – Ausstanzungen am Buchschnitt, dient zur Kennzeichnung der Lage von Kapiteln.

Druckmarken – Satz von grafischen Zeichen, der für das Druckverfahren erforderlich ist, aber kein Bestandteil des Druckwerkes ist.

Schneidlinie – grafisches Element, das sich außerhalb des Netto-Formates befindet und den Beschnittrand markiert.
Haarlinie – die dünnste, mit einem bestimmten Gerät ausführbare/darstellbare Linie.

Passermarken – grafisches Zeichen außerhalb des Netto-Formates, dient zur Prüfung der exakten Positionierung von Farbauszügen. Nicht im Digitaldruck verwendbar.

Antialiasing – Verfahren zur Kantenglättung von Bitmap-Objekten, die nach der Rasterüberlagerung unerwünschte, ungleichmäßige Ränder aufweisen.

Kompressionsartefakte – Störungen, die an Kanten von kontrastierenden Objekten bei der JPEG-Kompression entstehen.

Druckbogen – Papierbogen im Buch, der eine ungerade und gerade Seite enthält (in dieser Reihenfolge).

Ausschießen – elektronisches Zusammenfügen, dh. die richtige Anordnung von Spalten und einzelnen Nutzen auf einem Druckbogen, unter Berücksichtigung von Drucktechnik, Umbruch und Einband.

Nutzen – eine Buch- bzw. Werkseite, die sich auf einem Druckbogen befindet. Je nach Format zählt ein Druckbogen ein bzw. mehrere Nutzen.

DTP - Vorbereitung der Publikation zum Druck

Fehlerarten

Kritische Fehler – Fehler in Dateien, die Einfluss auf den Druckprozess haben bzw. zum Verlust von wichtigen Daten im Endprodukt führen können (z.B. unterbrochene Textpassagen).

Nichtkritische Fehler – Fehler in Dateien, die wahrscheinlich Einfluss auf den Druckprozess haben werden.

Ästhetische Fehler – Fehler im Entwurf, die Einfluss auf die Optik des Endproduktes haben, z.B. Textpassagen im Falzbereich usw.

Druckprozess

Drucktechnik

Digitaldruck – eine Gruppe von Druckverfahren, die sich dadurch auszeichnen, dass Computerdaten direkt in eine Druckmaschine übertragen werden. Die Abzüge werden in einem geschlossenen und autonomen Prozess hergestellt.

Laserdruck/elektrofotografisches Druckverfahren – eines der digitalen Druckverfahren, bei dem ein Laser zur Belichtung einer lichtempfindlichen Walze verwendet wird, auf der ein elektrostatisches Bild des Abzuges entsteht.

Tintendruck/Inkjet – eines der digitalen Druckverfahren, bei dem durch den gezielten Abschuss mikroskopisch kleiner Tintentröpfchen aus Düsen eines Druckers (Tinte) ein Druckbild auf dem Druckträger erzeugt wird.

Bogendruck; Bogendruckmaschine – Druckmaschine, bei der das Druckbild auf einzelnen Druckbögen erzeugt wird.

Rollendruck; Rollendruckmaschine – Druckmaschine, bei der das Druckbild auf einer Papierbahn gedruckt wird.

Lagerbogen – Format von Papierbögen, in dem diese aus der Papierfabrik geliefert worden sind.

Druckbogen – Papierbögen, die zu einem bestimmten Druckformat beschnitten werden.

Druckprozess

Druckwerk: Eigenschaften

Nichtzusammengetragener Druck – Farbdruckverfahren, bei dem die Reihenfolge der Bögen nicht mit der Paginierung des Druckwerkes übereinstimmt (zuerst der erste Bogen der Auflage, dann der zweite usw.). Bei so gedruckten Auflagen müssen alle Seiten in bindefertigen Sätzen gesammelt werden.

Zusammengetragener Druck – Farbdruckverfahren, bei dem die Reihenfolge der Bögen mit der Paginierung des Druckwerkes übereinstimmt und das Binden von fertigen Sätzen möglich ist.

Überschüssige Exemplare – zusätzliche Exemplare, die außerhalb der Auflage gedruckt werden, um Verluste bei weiteren Herstellungsphasen zu decken.

Apla – Fläche, die zu 100% mit einer beliebigen Farbe bedeckt ist, wird vor allem als Hintergrund verwendet.

Tinta – Fläche mit einer konstanten Deckung <100%, wird als Hintergrund für Texte und sonstige Elemente verwendet.

Schön- und Widerdruck – Bezeichnung der Bogenseiten. Schöndruck ist die erste Seite (obere, äußere Seite). Widerdruck ist die zweite Seite (untere, innere Seite).

Druck, 4+0, 4+4, 1+0, 1+1 – Angabe, mit wieviel Druckfarben der Bogen bedruckt wird. 4 bedeutet Farbdruck (CMYK). 1 bedeutet einfarbigen Druck, in der Regel schwarz. 0 – wird nicht bedruckt. Zwei Ziffern geben die Zahl der Druckfarben bei Schön- und Widerdruck an.

RIP (Raster Image Processor) – Hardware oder Software, die spezifische Daten (z.B. PostScript, PDF, PCL) in eine Rastergrafik umrechnet, um diese anschließend auf einem bestimmten Gerät (Drucker oder Belichter) auszugeben.

Druckerauflösung – Fähigkeit eines Druckgerätes zur Wiedergabe von Bilddetails (600 – 1200 dpi). Die Dichte der Bildpunkte wird in Punkten pro Zoll angegeben; dabei verwendet man die Abkürzung dpi.

Rastergrafik – digitales Bild, das in Form von Pixeln-/Bildpunktrastern dargestellt wird, um auf Druckgeräten entsprechende Farbtöne zu erzielen.

Amplitudenmoduliertes Raster – Rasterstruktur, die im Laserdruckverfahren verwendet wird und sich durch eine variable Größe und konstante Anzahl von Rasterpunkten auszeichnet.

Frequenzmoduliertes Raster – Rasterstruktur, die im Tintendruckverfahren verwendet wird und sich durch eine variable Anzahl von Rasterpunkten und ihre stochastische Anordnung auszeichnet.

Buchbestandteile und Buchbinderei

Buchbestandteile

Broschürenbindung – Veröffentlichungen mit Kartonumschlag, der direkt mit dem Buchblock verklebt wird.

Softcoverbindung mit Rückendrahtheftung – einfacher Einband, mit einteiligem Innenteil und Umschlag bzw. ohne Umschlag, der mit Drahtklammern im Falzrücken fixiert wird.

Softcoverbindung mit Fadenheftung – Einband mit Kartonumschlag, bei dem Seiten vernäht werden.

Softcoverbindung mit Klebeheftung – Einband mit Kartonumschlag, bei dem Seiten verklebt werden.

Hardcoverbindung – Veröffentlichungen mit einem Hardcover, bei dem die Einbandbestandteile mit Hilfe eines Vorsatzes (und nicht am Buchrücken) miteinanderverbunden sind.

Hardcoverbindung mit Fadenheftung – Veröffentlichungen mit einem Hardcover, bei dem die Einbandbestandteile mit Hilfe eines Vorsatzes (und nicht am Buchrücken) miteinanderverbunden sind. Seiten (Innenteil) sind fadengebunden.

Hardcoverbindung ohne Fadenheftung – Veröffentlichungen mit einem Hardcover, bei dem die Einbandbestandteile mit Hilfe eines Vorsatzes (und nicht am Buchrücken) miteinanderverbunden sind. Seiten (Innenteil) sind mit Buchbinderleim verklebt.

Integralbindung – Veröffentlichungen mit einem Kartonumschlag, bei dem die Einbandbestandteile mit Hilfe eines Vorsatzes (und nicht am Buchrücken) miteinanderverbunden sind.

Spiralenbindung – Art des Einbandes, bei dem die Bögen des Innenteils und der Umschlag aus losen, am Innensteg gelochten Blättern bestehen; durch diese Löcher wird eine aus Draht bestehende Spirale geführt.

Buchblock – Satz von im Rücken verbundener Lagen oder Blätter, die mit dem Umschlag verbunden werden, sie sind das Innenteil des Einbandes.

Fadengebundener Buchblock – Satz von Lagen, die mit Buchbinderfaden im Fadenbindeverfahren miteinander verbunden werden.

Klebegebundener Buchblock – Satz an im Klebeverfahren miteinander verbundenen Druckbögen.

Innenteil – die inneren Seiten einer Veröffentlichung.

Umschlag – Äußere Schutzhülle für den Buchblock, der aus Karton (bei Softcover- bzw. integrierter Bindung) oder beschichteter Pappe gefertigt wird (Hardcoverbindung).

Überzug – elastischer Stoff, Papier, Leinen usw., dient zum Überziehen der beiden Buchdeckel und der Rückeneinlage. Er hat eine dekorative Funktion und verbindet Buchdeckel und Rückeneinlage zu einem zusammenhängenden Stück.

Buchdecke – Pappe, die den Vorder- und Rückenteil des Einbandes bei Hardcoverbindung bildet.

Rückeneinlage – Kartonstreifen, der zum Festigen des Buchrückens bei Hardcovern dient.

Eingebrannter Falz – Fläche zwischen Buchdecke und Rückeneinlage bei aus einem zusammenhängenden Stück bestehenden und kombinierten Einbänden; erleichtert das Aufschlagen des Umschlags.

Kapitalband – dekoratives Bändchen aus Baumwolle oder Seide, das an der Ober- und Unterkante des Buchrückens angeklebt ist, verbessert die Optik des Buches.

Leseband – langes und schmales Stoffband, das mit dem oberen Teil des Buchrückens verbunden ist und zwischen die Buchseiten gelegt als Lesezeichen dient.

Vorsatzpapier – ein gefalztes, bedrucktes bzw. nicht bedrucktes Doppelblatt, meistens mit einer größeren Grammatur, das innen an die Buchdecke geklebt wird und mit dem Buchblock verbunden ist.

Fliegendes Vorsatzblatt – die äußerste Seite des Buchblocks, die innen an die Buchdecke geklebt ist.

Schutzumschlag – ein Teil des Einbandes, das lose um das Buch herumgelegt wird; er erfüllt eine schützende und dekorative Funktion.

Bauchbinde – Streifen Papier, bedruckt bzw. nichtbedruckt, dient zum Binden von einem bzw. mehreren Druckwerken.

Einstecktasche – entsprechend geformte Aussparung, die mit der Innenseite des Umschlags bzw. des Vorsatzes verbunden ist; dient zum Einstecken von Beilagen.

Kassette – Eine Art Schutzbox für Einband oder mehrere Einbände.

Einlage – Bogen/Lage, zusätzlicher Teil des Einbandes, wird in einem separaten Herstellungsprozess angefertigt. Die Einlage und der Block werden kurz nach dem Drucken, vor dem Faden- bzw. Klebebinden, miteinander verbunden.

Eingeklebter Bogen – Bogen/Lage, zusätzlicher Teil des Einbandes, wird in einem separaten Herstellungsprozess angefertigt. Der eingeklebte Bogen und der Block werden nach dem Fadenbinden, Überziehen, auch nach dem Einbinden miteinander verbunden.

Beilage – Tafeln, Seiten, Lesezeichen oder Flyer, die lose in einen fertigen Block bzw. unter eine angeklebte Bauchbinde gesteckt werden.

Allonge – Einlage oder eingeklebter Bogen, der über den Blockumriss herausragt und ein- bzw. mehrfach gefalzt wird, damit er zusammengeklappt nicht über den Block hinausragt.

Ausschnitt – ein Teil des Buches, Kapitel oder ein Artikel, das aus dem Block herausgesondert und einzeln gebunden wird.

Stauchlinie – gepresste oder gestauchte und geradlinig verlaufende Linie, die das Stauchen und Falzen von Druckwerken erleichtert.

Öffnende Stauchlinie – Stauchlinie auf dem Umschlag, die auf den Endbereich der Seitenklebung hinweist und das Aufschlagen des Buches erleichtert.

Falz – Stelle, an der die Papierbahn (beim Papier mit geringer Grammatur) bzw. der Druckbogen gefalzt (gefaltet) wird; je nach der Stelle in der Lage.

Zusammentragen – Vereinen der Bögen zu einem Block, dabei wird auf die entsprechende Reihenfolge der Seiten geachtet.

Seitenklebung – 5-7 mm dicker Streifen auf der ersten und vierten Umschlagseite, der sich am Buchrücken befindet und an den Buchblock geklebt wird.

Buchbestandteile und Buchbinderei

Zum Drucken bestimmte Vorlagen

Farbenvorgabe – Bogen/Buch, das vom Auftraggeber freigegeben wurde und eine Farbenvorgabe für den Drucker bildet; das Ergebnis sollte mit dieser Vorlage in einem entsprechenden Maße übereinstimmen.

Proof – Prüfdruck, der eine Simulation der Druckqualität nach ISO darstellt und die gewünschte Farbvorlage für das spätere Druckergebnis bildet.

Softproof – eine bereits technisch untersuchte und auf Übereinstimmung mit dem Auftrag geprüfte Datei; umfasst ein Softwarebericht und fachtechnische Vermerke.

Hardproof – ein bzw. mehrere Buchexemplare (ohne Veredelung) auf Bedruckstoff oder sonstigem Stoff mit vergleichbaren Eigenschaften, die der Revision bzw. der endgültigen Freigabe des Endproduktes vor dem Auflagendruck dienen.

Proof-Plano – auf Bedruckstoff oder sonstigem Stoff mit vergleichbaren Eigenschaften gedruckte Bögen/nichtgebundener Block zwecks Freigabe vor dem Auflagendruck.

Signalexemplar – ein bzw. mehrere Buchexemplare, die aus der Auflage ausgesucht worden sind, um einer endgültigen Prüfung unterzogen zu werden.

Buchbestandteile und Buchbinderei

Veredelung

Heißfolienprägung – Verfahren zur Übertragung einer metallisierten oder farbigen Schicht von einer Folie durch Hitze und Druck auf einen Untergrund.

Thermoprägung – Prägeverfahren im Buchdruck, das darin besteht, dass durch Wärme und ein Umformwerkzeug auf dem Werkstück/Leinen dekorative Elemente in Form eines einseitigen konkaven Reliefs erzielt werden.

Hohlprägung – Prägeverfahren im Buchdruck, das darin besteht, dass auf dem Papierträgerstoff dekorative Elemente in Form eines einseitigen hohlen Reliefs erzielt werden.

Reliefprägung – Prägeverfahren im Buchdruck, das darin besteht, dass auf dem Papierträgerstoff dekorative Elemente in Form eines einseitigen konvexen Reliefs erzielt werden.

Matrize/Stanze – entsprechend geformtes Element, Stempel aus wärmeleitendem Werkstoff (z.B. Metall), dient zum Stanzen von Mustern bei der Folien- oder Trockenprägung.

Patrize – Gegenform der Matrize, wird bei der Trockenprägung auf Pappe- und Papierträgerstoffen verwendet, um Relief-Effekte zu betonen.

Stanzen – Verfahren im Buchdruck, besteht darin, aus einem Bogen Papier, Karton, Pappe oder vergleichbarem Trägerstoff mit Hilfe eines Schnittwerkzeuges eine gewünschte Form auszuschneiden.

Flaches Schnittwerkzeug – Werkzeug, bestehend aus Stahlbändern, die auf einem flachen Untergrund angesetzt sind (Sperrholz, Kunststoffplatte); dient zum Ausschneiden/Stauchen von gewünschten Formen aus Bögen.

Folienkaschierung – Druckwerk wird auf der gesamten Fläche mit einer durchsichtigen Kunststofffolie in glänzender, matter oder softtouch-Ausführung beschichtet, um die Oberfläche zu schützen und sie entsprechend optisch zu gestalten.

Papierkaschierung – Beschichtung einer Papierlage mit einer etwas größeren Dicke, dh. Pappe, bzw. zwei Papierlagen mit vergleichbarer Grammatur mit dünnem Papier.

Vollflächiger Lack – Veredelungsverfahren, das darin besteht, eine Speziallösung aufzutragen, die nach dem Aushärten eine schützende und dekorative Funktion erfüllt.

Partieller Lack – Veredelungsverfahren, das darin besteht, einen Speziallack auf bestimmte Stelle des Trägerstoffes aufzutragen, der nach dem Aushärten dank einer glänzenden, matten oder einer Brokatschicht eine dekorative Funktion erfüllt.

Lackmuster – auf durchsichtige Folie gedrucktes oder aufgelichtetes Lackmuster. Vollflächig gedeckte Stellen/schwarze Farbe entsprechen Punkten, die teilweise mit UV-Lack bedeckt werden.

Belichtung – Verfahren zum Übertragen von Druckbildern auf lichtempfindliche Folie (Siebdruck) oder Offsetplatte (Offsetdruck) mit Hilfe eines Lasers.

Siebdruck – Druckverfahren, bei dem die Druckform, eine Schablone, auf ein feinmaschiges Gewebe oder ein Metall- oder Synthetikfasergitter aufgetragen wird. Das Druckbild entsteht, indem die Druckfarbe bzw. der Lack durch dieses Gitter gedruckt wird.

Offsetdruck – In der Industrie eingesetztes Flachdruckverfahren, bei dem das Druckbild mit Hilfe eines Zylinders von der Druckform auf den Trägerstoff übertragen wird. Dieses Verfahren ist derzeit die am weitesten verbreitete Drucktechnik.

Buchbestandteile und Buchbinderei

Papierspezifikation

Grammatur – die wichtigste Papiereigenschaft, die sich auf das Gewicht eines Papierbogens pro Quadratmeter bezieht (g/m2).

Volumen – Verhältnis zwischen Papierdicke (μm) und Grammatur (g/m2).

Offsetpapier – allgemeine Bezeichnung für nichtbeschichtetes Weißpapier, das im Offsetdruck verwendet wird

Volumenpapier – Offsetpapier, das sich durch eine lose Struktur und größere Dicke auszeichnet.

Nichtbeschichtetes Papier – Papier mit leicht rauer Oberfläche, in der Regel weiß oder gelb, dass keine Veredelungsschichten aufweist.

Beschichtetes Papier – Papier mit Veredelungsschichten, in der Regel schneeweiß und glatt, in matter oder glänzender Ausführung (ein- oder beidseitig). Vor allem für den Mehrfarbdruck geeignet.

Karton – Papier mit einer Grammatur von 200-500 g/m2, wird in der Drucktechnik und bei der Herstellung von Umschlägen, Postkarten, Mappen usw. verwendet.

Pappe – der dickste Papierstoff (mit einer Dicke von bis zu 4 mm), entsteht durch das Zusammenkleben von mehreren Pappmasseschichten, die als Untergrund beim Kaschieren (Beschichten) verwendet werden.